Wer sind die “Bürger für Friedberg”?
Wie alles begann…

Es war eine Art „Stammtisch-Idee“, damals im Jahr 1992, als in Friedberg einige darüber nachdachten, wie man denn die Stadt attraktiver machen könnte. Potenzial schien es ausreichend zu geben, denn schließlich hatte sich bei den beiden ersten Altstadtfesten („Friedberger Zeit“) ein großartiger Gemeinschaftssinn entwickelt. Und dabei entstand diese Idee: Ein Weihnachtsmarkt sollte es sein, einer, der sich unterscheidet von den klassischen Christkindlmärkten landauf, landab. Keine Hosenträger sollte es geben, sondern ein kunsthandwerklich hochwertiges und ein vielfältiges gastronomisches Angebot aus dem Wittelsbacher Land. Umrahmt werden sollte alles auch mit einem kulturellen Programm. Eine wunderbare Vorstellung, aber auch eine große Herausforderung.

Etwa ein Jahr  Vorlauf war nötig.  Doch Gold- und Silberschmied Hansjörg Fritsche als Ideengeber  und erster Ansprechpartner stieß in Friedberg auch auf Skepsis. Er spürte Gegenwind von verschiedenen Seiten.  Als es nach vielen Gesprächen mit Vertretern aus Handel, Handwerk, Kunst und Politik an die Umsetzung ging, blieben letztlich fünf übrig, die bereit waren, ehrenamtlich etwas „für eine liebens- und lebenswerte Stadt Friedberg“ zu tun:  Martha und Franz Reißner, Anita und Gerd Horseling sowie Hansjörg Fritsche, der sich 2011 aus der Organisation zurückgezogen hat.

Diese „Bürger für Friedberg“ haben einst ihren Namen bewusst gewählt. Sie wollen damit deutlich machen, dass sie sich „für“ etwas engagieren. So wurde schließlich 1993 mit Unterstützung des damaligen Bürgermeisters der „Friedberger Advent“ als Experiment gestartet und im Laufe der Jahre etabliert. Niemand hätte damals gedacht, dass sich aus einer so kleinen Bürger-Initiative eine solche Tradition entwickeln und eine Marke entstehen würde – ganz im Sinne des Slogans der Stadt: „Friedberg beflügelt“.  Rückendeckung gab es vom damaligen Bürgermeister Albert Kling. Er lobte vorab den Gemeinsinn und die Eigeninitiative der Initiatoren und war zuversichtlich: „Romantisch wird die Vorweihnachtszeit in Friedberg bestimmt.“

Im Laufe der Jahre hat sich der Markt mit seinem außerordentlichen Flair und dem kunsthandwerklich hochwertigen Angebot zu einem viel beachteten Besuchermagneten für Gäste aus ganz Bayern entwickelt. Auf große Resonanz stößt auch das begleitende Kulturprogramm mit der der langen Kunstnacht („Nacht der Sterne“), mit den wiederkehrenden Konzerten der „Bläser der Berliner Philharmoniker“, mit „Harmonic Brass“ oder der preisgekrönten Violinistin Sophie Heinrich, sowie den Ausstellungen in der Archivgalerie. Sogar ein Buchprojekt mit vielen alten Fotos der „Schulzeit in Friedberg“ wurde erfolgreich realisiert.

Im Jahr 2002 haben die „Bürger für Friedberg” gemeinsam mit dem früher in Friedberg wohnhaften Karl-Heinz Steffens (langjähriger Solo-Klarinettist der Berliner Philharmoniker und zuletzt Generalmusikdirektor der Deutschen Staatsphilharmonie) auch den „Friedberger Musiksommer” mit hochkarätigen Künstlern ins Leben gerufen. Außerdem wurden mehrere Aktionen zugunsten wohltätiger Zwecke initiiert. Auch am offenen Stadtplanungsprozess der Stadt Friedberg beteiligte sich die Gruppe engagiert. 2003 haben sich die „Bürger für Friedberg“ dem Verkehrsverein angeschlossen, um gemeinsam noch effektiver für die Stadt wirken zu können.

2004 wurde die Gruppe für ihr langjähriges Engagement mit dem erstmals verliehenen Innovationspreis „Friedberger Flügel“ und 2006 mit der „Silberdistel“ der Augsburger Allgemeinen ausgezeichnet. Dankbar sind die „Bürger für Friedberg“, dass sie seit vielen Jahren auf eine Reihe fleißiger Helfer zählen können, die ihnen vor allem beim Auf- und Abbau der einzelnen Veranstaltungen engagiert zur Seite stehen. Und ohne die finanzielle Unterstützung des Freundeskreises „Friedberger Musiksommer“ sowie vieler Sponsoren wären weder der „Friedberger Advent“ noch der „Friedberger Musiksommer“ so realisierbar.

www.friedberger-advent.de

www.friedberger-musiksommer.de